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Telegramm Tag 5

Die Nächte werden immer kürzer, analog dazu die Nachrichten. Splitter vom Freitag:

Wie Paul Daniels sich in die Nesseln setzt

Juan Mayoral sorgte mit seiner Protestaktion für das Gesprächsthema am Vormittag, die Abendschlagzeile lieferte Paul Daniels: Wer die FISM kritisieren möchte, solle bitteschön nächstes Mal zu Hause bleiben. Die massiven Buhrufe halten ihn nicht davon ab, noch eine Schippe nachzulegen: „Wenn Ihr meint, die FISM sei zu teuer, dann geht mal in einen Golfclub.“ Jetzt hat er sich endgültig überschätzt. Nochmals Buhrufe. Paul Daniels sprachlos mit versteinerterer Miene. Die Sprechblase über seinem Kopf ist unübersehbar: „Ich denk, Ihr liebt mich?!“

Rob Zabrecky

Rob Zabrecky zeigte sich in seinem Seminar sehr zurückhaltend, in der Gala konnte er mit einem Kurzauftritt seine wirkliche Stärke nicht ausspielen. Seine One Man Show hingegen wird zum Triumph. Schwarzer Humor, starke Persönlichkeit. Für viele das Highlight der FISM. Seine Ähnlichkeit mit Anthony Perkins ist verblüffend. Heute hat ihn noch keiner gesehen. Wahrscheinlich ist er noch bei Mutter im Keller.

Uri Geller Superstar

Hier auf der FISM sind viele große Namen, aber einer thront über allen: Uri Geller. Beim Massenantrag nach seinem zweistündigen Mix aus Märchenstunde, Comedy und Jürgen Höller Show, gibt es kein Halten mehr. Erwachsene Menschen mutieren zu Fans mit Teeniecharakter. Eines steht fest: Geller ist ein genialer Selbstvermarkter.

Franz Harary

Franz Harary hat mächtig gepumpt und dann kam doch nur ein laues Lüftchen raus. Zu seinem mager  besuchten Vortrag brachte er einen Ansager mit. Nachher gab es Poster, DVDs und Fan-Shirts zu kaufen. Wären Fans da gewesen, hätte sich das Geschäft eventuell gelohnt. Abends in der Gala inszeniert er eine ohrenbetäubende Promoshow, bei der ich mir nicht sicher bin, ob Harary schon im 21. Jahrhundert angekommen ist.