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Nachbearbeitung – FISM Blog und Reaktionen

Das Leben hat sich schon wieder normalisiert und auch die Meldungen drehen sich wieder um andere Dinge aus der Zauberszene. Danke für die interessanten Beiträge, das  Lob für unsere Arbeit und die für uns wichtigen Anregungen.

Im ausgezeichneten Newsletter von Boretti wurde auch sehr interessant aus Rimini berichtet und in der Folge  auch diskutiert. Da es einen Kommentar gab, der meinte in unserem Blog wird unqualifiziert gemotzt, möchte ich doch darauf eingehen:

Herr Peter Helferich, der sich in seinem Kommentar sehr kritisch über die Veranstaltung äußert (ihn haben nur die Preise der Händlermesse vom Hocker gehauen),  bezeichnet meinen Beitrag über  Tierzauberei als „unqualifiziertes Gemotze“.
Auch wenn mich bei Sachfragen solche verbalen Entgleisungen nicht wirklich berühren, möchte ich doch auf den Kern der Aussage zurückkommen.
Das eine ist, was Dan Sperry in seinem „Taubenseminar“ erzählt hat.  Das andere ist das, was er selber macht, wie er selbst mit dem Thema umgeht. Dan Sperry ist ein sehr sympathischer Künstler, den ich persönlich kennengelernt habe, als er mit den Illusionists in Deutschland auf Tour war.  Seine Taubenzauberei und die Techniken, die er benutzt, werden selbst von etablierten Taubenzauberer sehr kritisch gesehen. Dass er nicht nur in Rimini die Tauben ausgeliehen hat, sondern es immer macht, wenn er in Europa oder außerhalb der USA unterwegs ist, ist hinlänglich bekannt.  Es ist nun einmal ein großer Widerspruch, wenn er in seinem Seminar erzählt, wie wichtig es ist, seine Tauben zu kennen und vertraut mit ihnen zu sein, aber in der Praxis die Tiere einfach ausleiht. Es hat übrigens viele Taubenzauberer gegeben, die sich geweigert haben, ihm die Tiere zu leihen. Im Internet gibt und gab es darüber zahlreiche Diskussionen.

Nun mag man zur Tierzauberei stehen wie man will. Ich bin gegen eine Kriminalisierung, denn ich habe durch meine Arbeit viele Zauberkünstler gesehen, bei denen es die Tiere wesentlich besser haben als manche Haustiere, die verhätschelt werden.
Trotzdem muss man unterscheiden, ob gerade so jemand wie Sperry ein Seminar darüber gibt. Diesen Umstand anzusprechen ist legitim.
Genauso wie ich akzeptiere, dass  Herrn Helferich das Seminar gefallen hat, disqualifiziert er sich, wenn er eine Meinung, die auf Recherche und persönlichen Erfahrungen stützt, als „unqualifiziertes Geschwätz“ abqualifiziert.