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Dienstag Report

02:55 Uhr. Endlich im Bett. Neben mir das gleichmäßige Atmen meines Zimmerkollegen. Ich möchte euch Zuhause nicht vergessen! Also deshalb kommt nun der Bericht Tag 2. Nachdem Erasmus so wunderbar über die Wettbewerbe berichtet, beschließe ich den Tag heute anders zu verbringen.

Händlermesse:

DSC_0621Was sind die Highlights der Händlermesse? Da tue ich mich ehrlich gesagt sehr schwer. Es gibt viel Mist, aber auch viele interessante Produkte, die man sonst nicht sieht.

Elektronik steht ganz hoch in der Gunst der Zauberamateure. Lynx Magic präsentiert einen Vorhersagetrick. Dazu hängt ein relativ großer Drucker, mühsam getarnt als Aufhänge Vorrichtung an einem Stativ, der offensichtlich mittels Bluetooth Dinge druckt und in ein Kuvert befördert. Dinge, die die Welt nicht braucht, den Zauberer aber offenbar faszinieren. Damit täuscht man heute kaum mehr jemand.

Bücher sieht man kaum  auf der Händlermesse. Lediglich an zwei Ständen entdeckte ich eine größere Auswahl.

Der Meister der Präsentatoren Mark Mason zelebriert seine neuesten Tricks und wird nicht müde immer wieder vorzuführen. Auch Card Shark und sein Team machen einen tollen Job. Das ist harte Knochenarbeit, was die Jungs leisten. Aber der Lohn ist ein ständig umringter Stand. Übrigens erhalten alle Teilnehmer von ihm ein Kartenspiel geschenkt. Herzlichen Dank dafür.

Über die Tops und Flops berichte ich gegen Ende des Kongresses. Schön sind die Begegnung auf der Händlermesse mit alten Bekannten. Und – oh Wunder – die Händler sind offenbar mit dem Geschäft zufrieden.

Ulrich Rausch macht mich auf Kopien von Lex Schoppi bei einem chinesischen Stand aufmerksam. Geld stinkt nicht, also gibt es keine Zulassungsprobleme für Kopisten hier.

Seminar David Stone:
Die Seminare von David Stone haben drei große Stärken:

1) Sie sind unterhaltsam.

2) Die Kunststücke und Gimmicks sind sehr clever durchdacht.

3) Es gibt großartige Specials nach dem Seminar.

Es ist im Grunde genommen eine Händlerdemonstrationen mit Erklärung. Aus diesem Grund wird David auch nach dem Seminar überrannt. Das Geschäft läuft.

Seminar Rob Zabrecky
DSC_0576Der amerikanischer Schauspieler kam über die Musikbranche zur Zauberkunst. In einem originellen Seminar, präsentierte er keine Trickbeschreibungen, sondern rezitiert das Alphabet. Zu jedem Buchstaben gab es ein passendes Wort das mit der Zauberkunst zu tun hatte. Eine gute Idee. Das Resultat war ein Referat über seine Philosophie in der Zauberei. Nicht wirklich neu, aber unterhaltsam zusammengestellt.

Ein wundervolles Seminar, das sich auf das Wesentliche der Zauberkunst konzentriert und Unnützes ignorierte

Tea Time mit Paul Daniels

DSC_0602Der TV Star aus England, der 170 Shows im Hauptabendprogramm des Fernsehens in England präsentierte, war Gast von Luis de Matos. Wer Paul Daniels zu seinen besten Zeiten erlebt hat, wusste was ihn erwartete. Aber für junge Zauberkünstler war es die erste Möglichkeit, diese Legende zu sehen. Oft wenn man so eine „Legende sieht“ ist man enttäuscht. Denn man hat die Persönlichkeit oft erst kennengelernt, wenn sie seinen künstlerischen Zenit überschritten hat.  Paul Daniels ist wie ein guter Gin. Je älter, umso besser wird er.  Es war eine grandiose Stunde voll unterhaltsamer Geschichten, die wie im Flug vergeht.

Die 2. große Abendshow: The Magic Mentors

Eine wunderbare Idee hatten die Verantwortlichen dieser Gala Show. Ein Künstler präsentierte einen Kollegen, den er besonders schätzt.

Topas machte die Ansage für die Präsentationen, die wiederum die Künstler ansagten.

Mike Caveny präsentierte Armando Lucero, Tina Lennert Raymond Crowe, der IPAD Zauberer Simon Pierro wurde von Marco Tempest angesagt.

Marco Zoppi zeigte außergewöhnliche Seifenblasenkreationen, Gaston Bloom seine bekannte Cabaret Routine. Xavier Mortimer sah man mehrmals mit kleinen Einlagen, Topas überbrückte professionell die Tücken der Technik und war sehr souverän.

Dan Sperry war trotz Ansage nicht im Programm. Vielleicht konnte er sich keine Tauben ausleihen?

 

Der Mann des Tages: Domenico Dante

Gestern noch harsch kritisiert, zeigte  Domenico Dante seine Größe in einem lustigen Zwischenspiel mit Lu Chen. Der chinesische Künstler gab vor, die Ansage für  Juliana Chen in 6 chinesischen Landessprachen halten zu wollen. Domenico Dante kam auf die Bühne und versuchte ihn davon abzuhalten. Eine Persiflage auf die eigene Ansage am Eröffnungstag. Diese Aktion sicherte ihm die Sympathien des gesamten Publikums.

Bravo Domenico!

Eine  so wundervolle Gala sollte man wirken lassen. Nicht so bei FISM. Da gab’s noch zum darüber streuen eine Freak Show.

The Great Jabba – Extreme Freak Show

DSC_0755Es war nichts für zarte Gemüter, als Jabba seine Freaks präsentierte:

Die Schwestern die sich mit einer Flex befriedigten, der Lasso Künstler, die Messerwerfer, der stärkste Mann der Welt, der Mann ohne Schmerzen, die Ratte im Mixer.

Blut, Geschmacklosigkeiten und gruselige Präsentationen. Alles was man sich um 01:00 so wünscht. Schräg, aber professionell präsentiert. Im richtigen Umfeld ein originellem Programm.

Und dann endet dieser Abend nach ein paar Bier und einer Taxifahrt im Bett. Man testet noch rasch seine Einkäufe, Kurt Freitag zeigt mir noch  einen neuen Austauschgriff, während ich mir die Zähne putze. Und als die Turmuhr  03:00 schläft, endet der zweite Tag bei FISM.

1 Kommentar zu Dienstag Report

  1. Stille Nacht, Schreibernacht…
    Die Turmuhr schläft, nur Hanno wacht!

    Danke Euch Nimmermüden für FISM-Stimmung in der Heimat!
    Und heute versuche Du zu schlafen und die Turmuhr schlägt…und schlägt…und schlägt…
    Sorry Heiliger Hanno, nix dormire, scrivere…! 😉

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